{"corpus":"steiner","locus":"GA 110/1909-04-12/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Da kam die Zeit, in welcher sozusagen von dem Inhalt der Urweltweisheit in einer für die größere Menge verständlichen Sprache gesprochen werden durfte. Das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts etwa ist es, in dem in einer mehr oder weniger unverhüllten Gestalt über die Urweltweisheit gesprochen werden kann. Nur dadurch, daß gewisse Dinge gerade in den geistigen Welten vorgegangen sind, ist sozusagen den Behütern der Mysterien die Möglichkeit gegeben worden, einiges hinausdringen zu lassen von der Urweltweisheit. Sie alle kennen ja den Hergang der theosophischen Entwikkelung; Sie wissen, daß sozusagen das Eis der theosophischen Entwickelung zuerst gebrochen worden ist durch diejenigen Weisheiten, die geoffenbart worden sind auf eine Weise, die ich heute nicht zu beschreiben brauche, in den sogenannten Dzyan-Strophen. Diese Dzyan-Strophen der «Geheimlehre» enthalten in der Tat tiefste, bedeutsamste Weisheit, enthalten vieles von dem, was, ausgehend von der Lehre der heiligen Rishis, heruntergeflossen ist durch die Weistümer des Orients. Vieles von dem enthalten sie auch, was dann eingeflossen ist nach der christlichen Verjüngung in den europäischen Westen. Denn nicht bloß solche Weisheit ist in den Dzyan-Strophen enthalten, die etwa bloß im Osten bewahrt geblieben wäre, sondern auch vieles, was sozusagen in einem hellen Lichte erstrahlt durch die Jahrhunderte unserer Zeitrechnung hindurch, durch das Mittelalter, in den Geheimschulen des Westens. Und auch mancherlei von dem, was in den Dzyan-Strophen steht, es wird erst allmählich in seiner Tiefe verstanden werden. Denn hier darf es wohl einmal gesagt werden: In den Dzyan-Strophen ist solche Weisheit enthalten, daß sie in weitesten theosophischen Kreisen heute noch gar nicht verstanden werden kann, ja solche Weisheit, daß heute noch gar nicht mit exoterischen Fähigkeiten die Möglichkeit gegeben ist, die Tiefen auszuschöpfen; daß Aussichtslosigkeit vorliegt für alle exoterischen Fähigkeiten, die Untergründe dieser bedeutsamen Welt offenbaren zu können.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1909-04-12","location":null,"word_count":289,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/110/1909-04-12/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/110/1909-04-12/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/110/1909-04-12/p008"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}