Dritter Vortrag

GA 110/1909-04-13/p008 ·1909-04-13 · original (original)
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Ich habe Ihnen gestern gesagt, daß die Wärme sozusagen zwei Seiten hat. Die eine Seite ist diese, daß sie eigentlich innerlich wahrgenommen wird als innerliche Wärme, wir fühlen uns warm oder kalt, ohne daß wir die Umgebung betasten wie beim Festen; aber wir können die Wärme auch äußerlich fühlen, wenn wir einen warmen Körper angreifen. Das ist das Eigenartige in der Entwickelung des Saturn, daß sozusagen die Wärme übergeht nach und nach vom Anfang des Saturn, wo sie eine bloß innerliche war, bis zum Ende, wo sie äußerlicher, wahrnehmbarer wird. Wenn Sie also im Anfangszustand des Saturn diese Reise durch die Welt gemacht hätten, dann würden Sie, wenn Sie den Raum des Saturn betreten hätten, auf Ihrer Haut keine Wärmebewegung gespürt haben, aber innerlich würden Sie sich gesagt haben: Es ist so behaglich warm. Etwas, was Sie heute nur noch als Seelenwärme kennen, das würde Sie überkommen haben, wenn Sie in den allerersten Stadien des Saturn diese Reise gemacht hätten. Sie können sich eine Vorstellung bilden der Erlebnisse, die Sie gehabt hätten, wenn Sie folgendes betrachten. Sie wissen, daß ein Unterschied besteht, wenn Sie eine rote oder eine blaue Fläche betrachten. Wenn Sie sich der roten Farbe gegenüberstellen, so sagen Ste sich: Das gibt ein warmes Gefühl]; stellen Sie sich dem Blauen gegenüber, so haben Sie das Gefühl des Kalten. Denken Sie sich diese Gefühle, die in der menschlichen Seele ausgelöst werden durch den Eindruck des Roten, den Sie damals ja nicht gehabt hätten, aber Sie hätten so etwas behaglich Warmes gefühlt, wie wenn Sie sich heute dem Roten gegenüberstellen. Am Ende der Saturnzeit würden Sie nicht nur diesen innerlich behaglichen Zustand gefühlt haben, sondern etwas, wie wenn von außen an Sie herangetreten wäre Wärme. Innerliche Wärme hätte sich allmählich verwandelt in äußere Wärmewahrnehmung. Das ist der Weg, den der Saturn durchmachte: von einer innerlich seelischen Wärme zu einer äußerlich wahrnehmbaren Wärme, zu dem, was wir äußerliche Wärme oder Feuer nennen. Und man möchte sagen: Geradeso wie das Kind heranwächst zum großen Menschen und verschiedenes durchmacht, so wuchsen auf dem alten Saturn die Geister der Persönlichkeit heran. Sie fühlten sich zuerst wie innerlich warm, sozusagen innerlich behaglich warm, und nach und nach fühlten sie diese Wärme auch veräußerlicht, verwirklicht, ja verkörperlicht, könnten wir sagen. Und was entstand da? Wenn Sie sich vor die Seele rufen wollen, was da entstand, dann müssen Sie sich’s so vorstellen: Vorerst haben wir die innerliche Erwärmung der Saturnkugel; da finden die Geister der Persönlichkeit die Möglichkeit, sich zuerst zu verkörpern. Während sie sich verkörpern, bildet sich dasjenige, was man äußere Wärme nennt. Und wenn Sie die Reise in einem späteren Saturnzustand hätten machen können, so hätten Sie auch unterscheiden können zwischen äußerlich warmen und kalten Stellen im Saturn. Und wenn Sie jetzt das nachgezeichnet hätten, was Sie als eingeschlossene Wärmekörper gefunden, dann hätte sich folgende Zeichnung ergeben: Im Umkreise ist es, wie wenn lauter solche Wärme-Eier eine Oberfläche des Saturn gebildet hätten. Von außen würde das ausgesehen haben, wenn man es hätte sehen können, wie eine Brombeere oder Himbeere. Was waren diese Eier? Es waren die Körper der Geister der Persönlichkeit, und diese Geister der Persönlichkeit bildeten gerade durch ihre innere Wärme die äußere Wärme dieser Saturn-Eier. Von diesem Zustande kann man so recht sagen: Und die Geister brüteten über der Wärme, und sie brüteten wirklich die ersten Feuerleiber aus. Vom Weltenraum herein wurden die ersten Feuerleiber ausgebrütet. Wenn wir den Ausdruck gebrauchen dürfen, es koagulierten im Wärmeraum die äußeren Wärme-Eier aus dem Innern heraus. Also, auf dem alten Saturn waren die Geister der Persönlichkeit, die Archai, man nennt sie auch Asuras, in diesen Feuerleibern verkörpert. Es bestand der Saturn nur aus diesem Elemente des Feuers.

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