II. Betrachtung des Wesens des Menschen
Durch das dritte Glied der menschlichen Wesenheit erlebt der Mensch Lust und Leid, Triebe, Instinkte, Leidenschaften und Begierden, Diese füllen den Leib ebenso aus wie die Knochen, Muskeln und so weiter. Die Eindrücke spiegeln sich durch Vorgänge im Innern. Diesen Leib hat der Mensch gemeinschaftlich mit dem Tier, nicht mit Mineral- und Pflanzenreich. Pflanzen können wohl auf Reize reagieren, sie haben aber kein Bewusstsein, sie setzen den Reiz nicht innerlich um in Empfindung. Ein blaues Lackmuspapier kann sich rot färben, Bewusstsein ist aber nicht dabei vorhanden.
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GA 111/1907-09-22/p009 · edition original