XXII. Das esoterische Leben

GA 111/1908-03-08/p003 ·1908-03-08 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «Nun - sagte Dr. Steiner - müssen wir uns noch von dieser Wiederholung in Rhythmen einen klaren Begriff bilden.» (Now - said Dr. Steiner - we still have to get a clear idea of this repetition in rhythms.). A reporter's remark in the unit's served text (p012).

Unter dem esoterischen Leben hat man zu verstehen die Kenntnis der Dinge der höheren Welten, durch welche wir uns bereits durch ein Verlangen, durch ein Heimweh angezogen fühlen. Wie kann man zu einer Kenntnis von ihnen gelangen? Um es mit einem Wort zu sagen: Es geschieht durch Einweihung, welche Dr. Steiner verglich mit dem Sehendwerden eines Blindgeborenen. Die Einweihung ist begleitet von einer allmählichen Erweckung von Fähigkeiten und Kräften, wodurch wir unbekannte Dinge wahrnehmen, die zu einer Welt von Licht, Farbe und Glanz außerhalb des Bereiches der stofflichen Sinnesorgane gehören. Das Astrale, das Devachanische und noch höhere Welten sind ja um uns herum, und die Entwicklung geistigen Lebens geschieht gemäß den Gesetzen der Natur, und nicht außerhalb ihrer regelmäßigen Entwicklung. Einmal erreichen wir alle diese Welten, und Eingeweihte hat es bereits in uralten Zeiten gegeben, deren Entwicklungsgang schneller vor sich gegangen war als bei dem Rest der Menschheit. Indem wir einen Blick werfen auf die ferne Vergangenheit, finden wir, dass in diesen alten Zeiten die Seelen der Menschen noch nicht vollkommen Besitz ergriffen hatten von ihren Körpern. Den Menschen von damals fehlte das Vermögen, sich feste Vorstellungen zu machen, und es waren große Lehrer notwendig, um sie zu führen.

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