XXII. Das esoterische Leben
Aber der Mensch, der sich dem esoterischen Leben hingibt, muss auch das Auge gerichtet halten auf die Welt um sich herum. Weltflucht ist nicht sein Endziel. Er hat Arbeitskraft und Tüchtigkeit und will nicht Heiliger in der Ferne sein, sondern ein Heiliger in der Welt. Es ist nicht esoterisch, in sich selbst gekehrt seines Wegs zu gehen, wenn draußen viel zu sehen, zu lernen und zu tun ist. Und das Werk eines solchen Menschen nach außen muss der Ausdruck sein seines Inneren. Darum muss eine auf Missverständnis beruhende Absonderung Platz machen für Heiligkeit im Dienste der Menschheit.
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GA 111/1908-03-08/p015 · edition original