XXV. Der Lebenslauf des Menschen in Geheimwissenschaftlicher Beleuchtung
Dieses kann zuerst aussehen wie eine graue Theorie, ist es aber nicht. Nur derjenige kann Grundsätze bei der Erziehung des Kindes entfalten, der weiß, dass mit der physischen Geburt auch das physische Leben geboren wird und dass erst bei dem Zahnwechsel der Ätherleib vorhanden ist, dass erst dann dieser Ätherleib frei der Welt entgegentritt. Nun schen wir, was daraus folgt: Solange der Menschenkeim im Mutterleib ist, kommt er nicht in Berührung mit dem äußeren Licht oder äußeren Einflüssen. Dieses wäre unmöglich, da sonst der Keim zerstört werden würde. Sie müssen warten mit der Einwirkung des Lichts, bis die Augen, bis der Mensch geboren ist. Das sieht jeder materialistisch denkende Mensch ein. Aber er weiß nichts davon, dass es ebenso schlimm für den geistigen Menschen ist, Einflüsse auf den Ätherleib einströmen zu lassen, welche erst nach dem Zahnwechsel, wenn der Ätherleib nach allen Seiten freigelegt ist, einströmen sollen. Das heißt also nichts anderes als: Wir müssen unsere Erziehungsgrundsätze danach einrichten.
Cite:
GA 111/1908-03-10/p036 · edition original