XXV. Der Lebenslauf des Menschen in Geheimwissenschaftlicher Beleuchtung
Wenn man wüsste, wie die Gesetze wirken, dann sollte man wissen, dass erst mit der Geschlechtsreife wirklich - um diese Zeit - der Astralleib geboren wird und vor dieser Zeit das Kind noch nicht die Fähigkeiten hat zu urteilen. Die Zeit vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife sollte als Zauberworte haben: ‹Autoritäv›, ‹Bild› und ‹Gedächtnis›. Vieles könnten wir hierbei anführen, vor allem aber ist ein Ding sehr notwendig: Sobald der Astralleib geboren ist, kommen die Entwicklung der Gemütskräfte und die ästhetische Anlage der Menschen in Betracht. So wie während der ersten sieben Jahre der physische Leib, vom siebten bis zum fünfzehnten Jahr der Ätherleib entwickelt wurde, so kommt jetzt der Astralleib in Betracht. Wenn wir dieses richtig beurteilen wollen, müssen wir uns über sehr vieles klar werden, da in dieser Zeit sehr viele Bilder vor die Seele gelegt werden. In dieser Zeit muss der Mensch gute Vorbilder, Ideale haben, welchen er nachstreben kann. Das Zauberwort für diese Epoche der menschlichen Entwicklung heißt: «Nacheiferung. Man muss diesen Menschen Bilder von bedeutenden Männern und Frauen geben und ihnen klar machen, was diese Leute getan haben in der Entwicklung der Welt. Und was man in dieser Zeit versäumt hat, um die Sinne für das Schöne und Künstlerische auszubilden, ist später nicht mehr einzuholen. Mit der Geschlechtsreife ist mit dem Menschen das herausgekommen, was der Mensch sozusagen ererbt hat aus den Generationen, aus der Familie und so weiter.
Cite:
GA 111/1908-03-10/p056 · edition original