{"corpus":"steiner","locus":"GA 111/1908-03-10/p058","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Bei der Geschlechtsreife wird die Astralhülle zurückgeschlagen, und der Astralleib wird frei. Und jetzt kommen Zeiten für den Menschen, dass andere Dinge wichtig sind. Jetzt wird Rücksicht genommen auf die Bildung, die Urteilskraft, auf ein sicheres Urteil des Menschen. Aber etwas anderes ist noch wichtiger. Dasjenige, was der Mensch aus seinem früheren Leben mitgebracht hat, das tritt in besonderer Weise heraus, das er gestalten will in diesem Leben zwischen Geburt und Tod. Der Mensch ist in dieser Zeit noch nicht geeignet, die äußere Welt in einer objektiven Weise zu betrachten. Aber dasjenige, das auf die Welt zutritt, ist von schöner, idealer Art. [Auch diese Art will heraus, und hier handelt es sich darum, wie diese Art, insofern sie als Idealismus herauskommt, als Hoffnung dem Leben entgegentreten wird.] Diese Hoffnung und dieser Idealismus zeigen sich in ihrer wahren Gestalt zwischen 14, 15 und 21 bis 22 Jahren. In dieser Zeit zeigt sich alles, was heraus will, auch wenn es in Widerspruch ist mit der Realität. Es sind alles Erinnerungen von früherem Leben, mit den neuen frischen Kräften des Astralleibs. Wehe, wehe den Menschen, denen man die Hoffnungsideale, denen man die Erwartungsideale in dieser Zeit trübe macht, den Menschen, denen man sagt, dass ein großer Teil dieser Dinge später bloß als Frühlingshoffnungen dastehen werden, dass dieses bloß unerreichbare Ideale und Hoffnungen sind. Darauf kommt es nicht an. Es kommt nicht darauf an, ob die Ideale zu erreichen sind, sondern es handelt sich um die Kräfte, die darin liegen. Diese sind die günstigen Lebenskräfte, die, falls sie gut erzogen werden, unseren Astralleib für das Leben sicher und fest machen. Wenn wir diese Ideale haben, machen wir uns ein starkes drittes Kleid, und es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man für diese Zeit nicht sorgt, dass der Idealismus sich entwickeln kann, wenn man diesem Idealismus entgegentritt mit einem Philistertum, das versuchen will, den Idealismus zu brechen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XXV. Der Lebenslauf des Menschen in Geheimwissenschaftlicher Beleuchtung","site_heading":null,"date":"1908-03-10","location":null,"word_count":312,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/111/1908-03-10/p058","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/111/1908-03-10/p058"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/111/1908-03-10/p058","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}