XXX. Einführung in die Theosophie V

GA 111/1909-03-29/p012 ·1909-03-29 · original (original)
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Dann kommt die vierte Stufe, und der Meister sagt zum Schüler: Bis jetzt hast du deinen Leib genannt; jetzt musst du lernen, ihn als ein bloßes Werkzeug zu betrachten. Er soll dir wie ein fremdes Ding werden, wie ein Beil, und du musst in diesem Gefühl verharren, auch wenn er irgendeine Verletzung bekommt. Der Schüler muss so weit kommen, dass er sagt: Ich gehe nicht durch die Türe, aber ich trage meinen Leib durch sie hindurch. Das ist leicht gesagt, aber es bedarf vieler Kraft und Ausdauer, um es wirklich zu erleben und in die Praxis umzusetzen. Die Wirkung ist so, dass der Diszipel, während er ganz versunken ist in dem Gefühl der Entzweiung zwischen sich und seinem Leib, an seinem Leibe die fünf Stigmata bekommt, an den Händen, den Füßen und eines an der rechten Seite. Man muss aber vorsichtig sein, und [nicht jede solche Erscheinung einer geistigen Entwicklung zuschreiben], weil die Stigmata auch durch gewisse pathologische Verhältnisse verursacht werden können. An diesem Punkt hat man die Vision von dem Christus, der sein Kreuz trägt, und der Diszipel wird durch seine blutenden Wunden zum (Träger des Kreuzes; das Kreuz ist sein Leib, den er hinter sich durch die Welt schleppt.

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Cite: GA 111/1909-03-29/p012 · edition original