Erster Vortrag

GA 112/1909-06-24/p004 ·1909-06-24 · original (original)
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Wir werden in den nächsten Tagen noch öfter zu sprechen haben von dem Vorläufer des Christus Jesus. Heute wollen wir ihn zunächst nur unter dem Gesichtspunkt betrachten, daß er einer derjenigen war, welche durch besondere Geistesgaben tiefer hineinschauen können in den Zusammenhang der Menschheitsentwickelung und dadurch wissen, daß es ausgezeichnete Punkte gibt innerhalb dieser Menschheitsentwickelung. Daher war er geeignet, dem Christus Jesus die Wege zu ebnen. Wenn wir aber auf den Christus Jesus selber sehen, um sozusagen sogleich an den Hauptgegenstand unserer Betrachtung zu kommen, so müssen wir uns klarmachen, daß wahrhaftig nicht umsonst ein großer Teil der Menschheit die Zeitrechnung einteilt in eine Epoche vor der Erscheinung des Christus Jesus auf Erden und in eine Epoche nach derselben. Damit zeigt dieser Teil der Menschheit, daß er eine Empfindung hat von der einschneidenden Bedeutung des Christus-Mysteriums. Aber das, was wahr ist, was wirklich ist, das muß immer wieder und wieder in neuen Formen und in neuen Arten der Menschheit verkündet werden. Denn die Bedürfnisse der Menschheit ändern sich von Zeit zu Zeit. Unsere Zeit braucht in gewisser Beziehung eine neue Verkündigung auch dieses größten Ereignisses der irdischen Menschheitsentwickelung, des Christus-Ereignisses, und diese Verkündigung will die Anthroposophie sein.

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