Erster Vortrag

GA 112/1909-06-24/p027 ·1909-06-24 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Dasjenige, was in jeder Menschenseele als das höhere Ich geboren werden kann, das weist uns hin auf die Wiedergeburt des göttlichen Ich in der Entwickelung der ganzen Menschheit durch das Ereignis von Palästina. Wie in jedem einzelnen Menschen das höhere Ich geboren wird, so wird in Palästina das höhere Ich der ganzen Menschheit, das göttliche Ich geboren, und es wird erhalten und weiter entwickelt in dem, was sich hinter dem Zeichen des Rosenkreuzes verbirgt. Aber wenn wir des Menschen Entwickelung betrachten, haben wir nicht nur dieses eine große Ereignis, die Wiedergeburt des höheren Ichs, sondern außer diesem einen großen eine Menge kleinerer. Bevor der Mensch sein höheres Ich gebären kann, bevor dieses große, umfassende, durchdringende Erlebnis für die Seele eintreten kann - die Geburt des unsterblichen Ichs im sterblichen -, müssen umfassende Vorstufen durchschritten werden. Der Mensch muß sich in der mannigfaltigsten Weise vorbereiten. Und wenn er in sich das große Erlebnis gehabt hat, durch das er sich sagt: Jetzt fühle ich etwas in mir, jetzt weiß ich etwas in mir, das hinunterschaut auf mein gewöhnliches Ich, wie mein gewöhnliches Ich auf die Sinnesdinge herunterschaut, jetzt bin ich ein Zweites in dem Ersten; jetzt bin ich hinaufgeschritten in diejenigen Reiche, wo ich mit den göttlichen Wesenheiten vereint bin, wenn der Mensch dieses Erlebnis gehabt hat, dann kommen andere, weitere Stufen, die er zu durchschreiten hat, zwar anderer Natur als die Vorstufen, die aber doch auch zu durchschreiten sind.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/112/1909-06-24/p027.json
Cite: GA 112/1909-06-24/p027 · edition original