Erster Vortrag

GA 112/1909-06-24/p037 ·1909-06-24 · original (original)
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So sehen wir, daß wir hier genau zu unterscheiden haben: Wir haben einen hohen Eingeweihten, der wiedergeboren wird als Jesus von Nazareth, von dessen Geburt gesagt werden muß: Es wird ein Kind geboren. Aber mit diesem Kinde erscheint etwas, was nicht umfaßt werden wird durch den physischen Leib des Kindes. — Und dann haben wir mit diesem Jesus von Nazareth zugleich etwas gegeben, was in der geistigen Welt eine Bedeutung hat, was erst nach und nach diesen Leib hinauf entwickeln wird bis zu einem Punkt, wo dieser Leib reif sein wird für diesen Geist. Als aber dieser Leib reif war für diesen Geist, da ist auch das Ereignis geschehen, wo der Täufer herantritt an den Jesus von Nazareth, und wo ein höherer Geist sich heruntersenkt, mit dem Jesus von Nazareth sich verbindet, wo der Christus in den Jesus von Nazareth einzieht. Da aber kann derjenige, der als der Täufer der Vorläufer des Christus Jesus war, sagen: Ich trat in die Welt. Ich war derjenige, der einem Höheren den Weg bereitet hat. Ich habe mit meinem äußeren Munde verkündet, daß das Gottesreich, das Reich der Himmel nahe ist, daß die Menschen den Sinn ändern sollen. Ich bin unter die Menschen getreten und habe davon sprechen können, daß ein besonderer Impuls in die Menschheit kommen wird. Wie die Sonne im Frühling weiter heraufgeht, um zu verkündigen, daß etwas Neues aufsprießt, so bin ich erschienen, um zu verkündigen dasjenige, was da aufsprießt in der Menschheit als das wiedergeborene Menschheits-Ich!

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