Zweiter Vortrag
Derjenige, welcher jene mächtige Wesenheit, die wir den Christus nennen, in sich verkörpern sollte, konnte diese Mission natürlich nicht in einem beliebigen Lebensalter übernehmen. Dazu mußte er erst nach und nach reif werden. Kein gewöhnlicher Mensch konnte das übernehmen. Das mußte schon einer sein, der durch viele Leben hindurch hohe Grade der Einweihung erlangt hatte. Was da geschehen mußte, das erzählt uns treulich die Akasha-Chronik. Sie berichtet uns, wie durch viele Leben hindurch eine Individualität von Stufe zu Stufe gestrebt hat zu hohen Einweihungsgraden. Dann wurde sie wiedergeboren, und nun machte sie in dieser irdischen Verkörperung Erlebnisse durch, die zunächst vorbereitend waren. Aber in dem, was sich da verkörpert hatte, lebte bereits eine Individualität, welche hohe Stufen durchgemacht hatte. Ein Eingeweihter war es, der dazu bestimmt war, in einem späteren Zeitpunkt seines Lebens die Christus-Individualität in sich aufzunehmen. Die Erlebnisse, die nun dieser Eingeweihte zunächst hat, sind Wiederholungen seiner früheren Einweihungsstufen. Dadurch wird aus der Seele alles das herausgeholt, wozu sich diese Seele früher aufgeschwungen hat.
Cite:
GA 112/1909-06-25/p028 · edition original