Zweiter Vortrag

GA 112/1909-06-25/p036 ·1909-06-25 · original (original)
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Stellen wir uns die Situation vor: Der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Unten steht die Erde mit ihren Reichen als den Nachfolgern des göttlichen Geistes. Unter ihnen entwickelt sich eine Individualität so weit, daß sie diesen Geist, der über den Wassern schwebte, in sich aufnehmen kann. Was sagt der Schreiber des Johannes-Evangeliums? Er sagt uns, daß der Täufer Johannes erkannt hat, daß die entsprechende Wesenheit da war, von der im Alten Testament die Rede ist. Er sagt: «Ich sah, daß der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel, und blieb auf ihm.» Er wußte, wenn der Geist auf einen herabfährt, dann ist das der, der da kommen soll: der Christus. Da haben Sie den Anfang der Weltentwickelung, den über den Wassern schwebenden Geist, da haben Sie den mit dem Wasser taufenden Johannes und den Geist, der erst über den Wassern schwebte, der jetzt in die Individualität des Jesus von Nazareth hineinfährt. Man kann nicht in grandioserer Weise, als der Schreiber des Johannes-Evangeliums es tut, das Ereignis von Palästina anknüpfen an jenes andere Ereignis, das im Anfange derselben Urkunde erzählt wird, an welche das Evangelium sich anschließt.

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Cite: GA 112/1909-06-25/p036 · edition original