{"corpus":"steiner","locus":"GA 112/1909-06-26/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Diejenigen von Ihnen, welche wiederholt Vortragszyklen oder überhaupt Vorträge aus dem Gebiete der Geisteswissenschaft von mir gehört haben, sie haben das eine oder das andere aus den Tatsachen der höheren Welten schon von den verschiedensten Seiten her dargestellt bekommen. Und die eine oder die andere Wesenheit, die eine oder die andere Tatsache ist uns entgegengetreten in dem einen oder in dem andern Gebiet und wurde dann immer von dieser oder jener Seite her beleuchtet. Es kann dabei vorkommen - und ich möchte insbesondere heute darauf hinweisen, damit nicht Mißverständnisse einreißen —, daß scheinbat, obenhin' betrachtet, Widersprüche vorhanden sind, wenn diese oder jene Wesenheit, diese oder jene 'Tatsache einmal von der einen, ein anderes Mal von der andern Seite beleuchtet wird. Wenn Sie aber genau zusehen, dann werden Sie finden, daß gerade durch eine solche verschiedenartige Beleuchtung die komplizierten Tatsachen der geistigen Welten erst klar werden können. Ich mußte das sagen, weil ich gewisse Tatsachen, welche dem weitaus größten Teil der heutigen Zuhörer von einer gewissen Seite her schon bekannt sind, heute wiederum zum Teil von einer neuen Seite her werde beleuchten müssen. Gerade wenn wir die tiefste Urkunde des Neuen Testamentes nehmen, die unter dem Namen des Evangeliums nach Johannes bekannt ist, und die bedeutungsvollen Worte lesen, mit denen wir unsere gestrige Betrachtung geschlossen haben, dann wird uns ja bald klar, daß schier unendliche Geheimnisse des Weltenwerdens und des Menschenwerdens schon in diesen ersten Worten des Johannes-Evangeliums liegen. Wir werden vielleicht noch im Laufe unserer Betrachtungen Gelegenheit haben, zu zeigen, warum die großen Darsteller der geistigen Ereignisse oftmals gerade die großen, umfassenden Wahrheiten in kurzer, paradigrmatischer Art zum Ausdruck bringen, wie das in den ersten Versen des Johannes-Evangeliums geschehen ist. Heute wollen wir in einer anderen Weise, als das gestern geschehen ist, auf gewisse bekannte Tatsachen der Geisteswissenschaft zurückkommen und sehen, wie sie uns in dem Johannes-Evangelium wieder entgegentreten. Die verhältnismäßig einfachsten Tatsachen der Geisteswissenschaft sollen es sein, von denen wir ausgehen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1909-06-26","location":null,"word_count":322,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-06-26/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-06-26/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/112/1909-06-26/p003"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}