Dritter Vortrag
Diese Abbilder unten aufdem Mond sind nicht ohne Zusammenhang mit ihren geistigen Gegenbildern auf der Sonne. Da haben wir auf dem alten Mond eine Gruppe von Urmenschen, die Stier-Menschen, oben auf der Sonne eine Gruppe von Geistwesen, die man als die Stier-Geister bezeichnet, und es besteht ein geistiger Zusammenhang zwischen Urbild und Abbild. Denn die Gruppenseele ist das Urbild und wirkt als Urbild auf die Abbilder. Die Kräfte gehen von der Gruppenseele aus und dirigieren unten das Abbild: der Löwen-Geist dirigiert die Wesenheiten, die als Löwen-Menschen sein Abbild sind, der Adler-Geist die Adler-Menschen und so weiter. Wären diese Geister, die da oben sind, mit der Erde vereinigt geblieben, wären sie gebunden geblieben an ihre Abbilder, hätten sie in ihren Abbildern wohnen müssen, so hätten sie sich nicht rühren können, hätten die Kräfte nicht ausüben können, die sie ausüben mußten zum Heil und zur Entwickelung der Abbilder. Sie mußten sich sagen: Wir müssen jetzt in einem höheren Stile sorgen für das, was sich auf dem Monde entwickeln muß! Der Stier-Geist sagte sich: Ich muß sorgen für die Stier-Menschen. Auf dem Monde unten kann ich für mein eigenes Fortkommen nicht die Bedingungen finden. Dazu muß ich auf der Sonne wohnen und muß von der Sonne aus meine Kräfte herunterschicken zu den Stier-Menschen. Ebenso war es mit dem Löwen-Geist und ebenso mit dem Adler-Geist. So ist der Sinn der Entwickelung. Gewisse Wesenheiten brauchten einen höheren Schauplatz als die Wesenheiten, die sozusagen ihr physisches Abbild waren. Diese physischen Abbilder brauchten einen niederen, minderen Schauplatz. Damit die geistigen Wesenheiten wirken konnten, mußten sie sich die Sonne herauszichen und von außen her ihre Kräfte niedersenden. So also sehen wir, wie auf der einen Seite eine Entwickelung sozusagen heruntergeht, auf der anderen Seite eine Entwickelung hinaufsteigt.
Cite:
GA 112/1909-06-26/p025 · edition original