{"corpus":"steiner","locus":"GA 112/1909-06-26/p031","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Im Beginn also unserer Erdenentwickelung war die Erde mit der heutigen Sonne und dem heutigen Monde vereinigt. Wäre die Erde bei der Sonne geblieben, so hätte der Mensch nie zu der heutigen Entwickelung kommen können; er hätte nicht Schritt halten können mit einer Entwickelung, wie sie die Wesen auf der Sonne brauchten. Da oben entwickelte sich nicht der Mensch, wie er auf der Erde lebt; da entwickelte sich ein geistiges Urbild des Menschen, wovon im Grunde genommen der heutige Mensch, wie er uns in der physischen Gestalt entgegentritt, nur ein Abbild ist. Wäre aber anderseits der Mond in der Erde geblieben, so wäre der Mensch allmählich vertrocknet, wäre mumifiziert worden und hätte keine Entwickelungsmöglichkeit auf der Erde gefunden. Die Erde wäre ein öder, trockener Weltenkörper geworden. Statt der Menschenkörper, wie sie heute auf der Erde sind, wäre etwas entstanden wie tote Denkmäler, die wie vertrocknete Menschen herausgewachsen wären aus dem Erdengrund. Das wurde verhindert, indem der Mond sich herausspaltete und mit den gröbsten Stoffen in den Weltenraum hinausging. Dadurch entstand auf der Erde die Möglichkeit, daß zu dem, was in den Nachkommen der Gestalten des alten Mondes als physischer, Äther- und astralischer Leib vorhanden war, in entsprechender Weise das Ich hinzukam, so daß der Mensch gerade dadurch die Befruchtung mit dem Ich erleben konnte, daß die Kräfte von Sonne und Mond von außen wirkten und sich da die Waage hielten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1909-06-26","location":null,"word_count":230,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-06-26/p031","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-06-26/p031"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/112/1909-06-26/p031"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}