Vierter Vortrag
Die gestrige Betrachtung hat ihren Ausgangspunkt davon genommen, daß im alltäglichen Menschenleben ein solcher Wechsel der Zustände im Menschen eintritt, daß der Mensch während der Nacht, vom Abend, wo er einschläft, bis morgens, wo er aufwacht, seinen physischen Leib und seinen Äther- oder Lebensleib im Bette liegen hat, und daß draußen ist außer dem Bette, was wir astralischen Leib und Ich nennen. Zu gleicher Zeit mußten wir aber betonen, daß das, was im Bette liegen bleibt physischer Leib und Ätherleib -, nicht weiterbestehen könnte, wenn nicht ein göttlich-geistiges Astralisches und ein göttlich-geistiges Ich hineindringen würde. Mit anderen Worten: Der Wechsel in diesen Zuständen des menschlichen Lebens im Alltag besteht darin, daß der Mensch des Abends, wenn er einschläft, mit seinem menschlichen Ich und seinem menschlichen Astralleib seinen physischen Leib und Ätherleib verläßt, daß dafür aber einziehen in diesen physischen Leib und Atherleib göttlich-geistige astralische Wesenheiten und göttlich-geistige Ich-Wesenheiten. Im Tageszustande ist es dann so, daß der Mensch selber mit seinem astralischen Leib und seinem Ich seinen physischen Leib und Ätherleib ausfüllt. Das war das eine, was wir gestern an die Spitze unserer Betrachtung stellten.
Cite:
GA 112/1909-06-27/p003 · edition original