Vierter Vortrag
Wir sehen uns den Menschen an, wie er während des Tageslebens vor uns steht. Da ist er eine Wesenheit, bestehend aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich. Jetzt sehen wir uns den Menschen an während seines Nachtschlafens, wo er, seinem physischen und Ätherleibe nach, im Bette liegt. Da sieht das hellseherische Bewußtsein, wie höhere Wesenheiten hineinziehen in den physischen Leib und Ätherleib. Wer sind diese Wesenheiten? Es sind eben die Wesenheiten, von denen wir haben sagen können, daß sie ihren Schauplatz im allgemeinen auf der Sonne haben. Das ist keine Unmöglichkeit. Nur wer sich alles Geistige physisch vorstellt und alles Physische anwenden möchte auf die Vorstellungen geistiger Wesenheiten, der allein könnte sagen: Wie können Sonnenwesen, die auf der Sonne wohnen, in der Nacht in einen physischen und ätherischen Menschenleib einziehen? — Für Wesenheiten, die auf einer so erhabenen Höhe stehen, daß sie die Sonne bewohnen, gibt es nicht dieselben räumlichen Bedingungen wie für solche, die in der physischen Welt sind. Solche Wesenheiten können ganz gut die Sonne bewohnen und dennoch ihre Kräfte während der Nacht in den physischen Leib des Menschen hineinsenden. Wir können also sagen: Bei Tage wacht der Mensch, das heißt, er bewohnt seinen physischen Leib und Ätherleib. In der Nacht schläft er, das heißt, er ist außerhalb seines physischen Leibes und seines Ätherleibes. Die Götter oder andere außerirdische Wesenheiten wachen in bezug auf des Menschen physischen Leib und Ätherleib während der Nacht. Wenn das auch eine halb bildliche Redensart ist, so ist sie doch durchaus zutreffend. Wir wissen also, woher die Wesenheiten kommen, die einziehen müssen in unseren physischen Leib und Ätherleib während der Nacht. Und so schließen sich für uns diese beiden Punkte zusammen. Aber wir werden gleich sehen, daß diese Wesenheiten nicht nur in bezug auf das Nachtleben ihre Bedeutung haben, sondern daß sie nach und nach auch Bedeutung gewinnen in bezug auf das Tagesleben. Vorerst aber müssen wir, um uns die ganze Bedeutung des Mondaustrittes aus der Erdentwickelung klarzumachen, noch einiges andere betrachten. Wir wollen heute auch die anderen Wesenheiten, die um uns herum sind, in bezug auf ihre Entstehungsweise betrachten.
Cite:
GA 112/1909-06-27/p006 · edition original