Vierter Vortrag

GA 112/1909-06-27/p034 ·1909-06-27 · original (original)
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Diejenige Wesenheit aber, welche die höchste war unter den Sonnenwesenheiten, wartete noch immer. Von auswärts her schickte sie ihre Kräfte zu den heiligen Rischis hinunter. Die heiligen Rischis schauten hinauf zu demjenigen, den sie Vishva Karman nannten und von dem sie sagten: Vishva Karman ist außer unserer Sphäre. — Er wartete, denn er sagte sich: Noch nicht ist das menschliche Innere so weit vorbereitet, daß ich darin Platz haben kann. —- Dann kam die persische Kultur. Da sah Zarathustra zur Sonne hinauf und sah Ahura Mazdao in der Sonne. Aber immer noch stieg diese hohe Wesenheit nicht in die irdische Sphäre hinunter. Dann kam die ägyptische Kultur und die Kultur desjenigen Volkes, das am längsten gewartet hatte. Und es kam derjenige Mensch, der am längsten wartete, der sein Inneres durch viele Inkarnationen bereits entwickelt hatte. Da schaute das Sonnenwesen herunter, sah das Innere dieses Menschen, der in dem Jesus von Nazareth wohnte und der sein Inneres bereit gemacht hatte. Das höchste der Sonnenwesen sah herunter und sagte: Wie einst die niederen Wesenheiten heruntergestiegen sind, um die Leiber aufzubauen, so steige ich jetzt herunter und nehme das Innere desjenigen Menschen ein, der am längsten gewartet hat. - Gewiß, es haben sich auch schon früher höhere Wesenheiten mit den Menschen vereinigt. Aber der, der am längsten gewartet hatte, der nahm den Christus in sich auf; der war bei der Jordantaufe so weit, daß derselbe Geist, der bis dahin sich in den Sphären des Weltenraumes gehalten hatte, heruntersteigen und sich mit seinem Innern vereinigen konnte. Der Christus war seit der Johannes-Taufe in dem Leibe des Jesus von Nazareth, weil die den Jesus von Nazareth durchwirkende Individualität durch wiederholte Inkarnationen die Reife erlangt hatte, in dem so durchgeistigten Leibe diesen hohen Geist aufzunehmen.

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Cite: GA 112/1909-06-27/p034 · edition original