{"corpus":"steiner","locus":"GA 112/1909-06-29/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Denken Sie sich, ein Mensch von damals hätte sich an dem anderen vorüberbewegt und dabei bestimmte Bewegungen ausgeführt. Der andere, der da zugeschaut hätte, der hätte nur ein wenig schwächer zu sein brauchen, dann wäre die Wirkung gewesen, daß er alle Bewegungen hätte nachmachen, nachahmen wollen. Heute ist von dem nur zurückgeblieben wie ein altes Erbstück, daß, wenn der eine gähnt, der andere, der es sieht, auch Neigung zum Gähnen bekommt. Ein viel intimeres Band von Mensch zu Mensch war vorhanden. Das beruhte darauf, daß der Mensch in einer ganz anderen Atmosphäre lebte als heute. Heute leben wir nur dann in einer von Wasser durchdrungenen Luft, wenn es stark regnet. Damals war die Luft fortwährend mit dichten Wasserdämpfen erfüllt. Und der Mensch war in der ersten atlantischen Zeit von keiner dichteren Substanz als etwa der gewisser gallertartiger Tiere, die heute im Meere leben und die kaum von dem umliegenden Wasser zu unterscheiden sind. So war der Mensch und verdichtete sich erst allmählich. Aber wir wissen schon, daß immerhin dieser Mensch Einflüssen ausgesetzt war, nicht nur von den eigentlich leitenden höheren geistigen Wesenheiten, die entweder die Sonne bewohnten oder verteilt waren auf die verschiedenen Planeten unseres Sonnensystems, sondern auch von den luziferischen Geistern, die seinen astralischen Leib beeinflußten. Und wir haben auch charakterisiert, in welcher Richtung sich diese Einflüsse geltend machten. Wir haben aber auch gesagt, daß diejenigen, welche Führer des atlantischen Volkes sein sollten, diese luziferischen Einflüsse in ihrem eigenen astralischen Leib bekämpfen mußten. Weil der Mensch dazumal überhaupt noch im Bewußtsein geistig und hellseherisch war, nahm er auch alles wahr, was in ihm lebte an geistigen Einflüssen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1909-06-29","location":null,"word_count":268,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-06-29/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-06-29/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/112/1909-06-29/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}