Siebenter Vortrag

GA 112/1909-06-30/p009 ·1909-06-30 · original (original)
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Da gibt es zum Beispiel einen Amerikaner, der sammelt sorgfältig die Tatsachen, daß der Mensch in abnormen Zuständen dazu kommt, sich in eine geistige Welt zu erheben, und dadurch sucht er eine gewisse Grundlegung für die verschiedensten Tatsachen zu gewinnen. Dieser Amerikaner, William James, geht am allergründlichsten dabei zu Werke. Aber selbst die besten unter den Menschen können nichts gegen den stark wirkenden Zeitgeist. Sie wollen nicht Matetrialisten sein, sind es aber doch. Diese Philosophie des William James hat auch auf einige europäische Gelehrte einen Einfluß ausgeübt, und deshalb soll auf einige groteske Sätze des William James hingewiesen werden, die das erhärten, was eben gesagt worden ist. Er hat zum Beispiel den Ausspruch getan: Der Mensch weint nicht, weil er traurig ist, sondern er ist traurig, weil er weint! — Die Menschen sind bisher immer der Anschauung gewesen, daß man zuerst traurig sein müsse, das heißt, daß ein geistig-seelischer Vorgang sich abspielen muß, und daß dann erst sich dieser geistige Vorgang hineinpreßt in das Physische des Menschenleibes. Wenn die Träne quillt, so muß ein seelischer Vorgang vorhanden sein, der dem Aussondern des Tränenwassers zugrunde liegt.

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