Zehnter Vortrag

GA 112/1909-07-03/p005 ·1909-07-03 · original (original)
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Wir haben also - und das ist ein Ergebnis der Akasha-Beobachtung in bezug auf das Leben des Stifters des Christentums zwei Teile zu unterscheiden. Wir haben zunächst zu sehen das Leben des großen Eingeweihten, den wir als den Jesus von Nazareth bezeichnen. In diesem Jesus von Nazareth lebt eine Ichheit, von der wir gezeigt haben, daß sie durch viele Inkarnationen vorher durchgegangen ist, wiederholt auf der Erde gelebt hat, in diesen Leben immer höher gestiegen ist und sich allmählich hinaufentwickelt hat zu der Fähigkeit des groBen Opfers. Dieses Opfer bestand darin, daß gegen das dreißigste Jahr das Ich des Jesus von Nazareth den physischen Leib, den Ätherleib und den astralischen Leib, die es bis dahin geläutert, gereinigt und veredelt hatte, verlassen konnte, so daß eine dreifache menschliche Hülle da war, eine reine, beste menschliche Hülle, die da bestand aus physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib. Während der Johannes-Taufe nahmen diese Hüllen, als auf der einen Seite die Ichheit des Jesus von Nazareth sie verließ, diejenige Wesenheit auf, die vorher nicht auf der Erde gewesen war, bei der wir nicht davon sprechen können, daß sie durch vorhergehende Inkarnationen durchgegangen ist. Die Christus-Wesenheit ist jene Wesenheit, von der wir sagen können, daß sie vorher nur gefunden werden konnte in der Welt, die außerhalb unserer Erde liegt. Erst in diesem Moment der Johannes-Taufe vereinigte sich für die drei Jahre diese Individualität mit einem menschlichen Leibe und wandelte auf der Erde, um in diesen drei Jahren das zu vollbringen, was wir immer mehr und mehr zu charakterisieren haben.

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Cite: GA 112/1909-07-03/p005 · edition original