Zehnter Vortrag

GA 112/1909-07-03/p036 ·1909-07-03 · original (original)
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Das nächste der Zeichen ist die Heilung des Sohnes des königlichen . Hauptmanns, und das darauffolgende ist die Heilung des achtunddreißig Jahre lang Kranken am Teich Bethesda. Was war da für eine Steigerung in den Kräften, durch die der Christus hier auf dieser Erde “ wirkte, vorhanden? Die Steigerung bestand darin, daß der Christus jetzt nicht nur auf umstehende Menschen, welche er in einer gewissen leiblichen Gegenwart um sich hatte, wirken konnte. Bei den Leuten auf der Hochzeit zu Kana hat er so gewirkt, daß, indem sie das Wasser ‚ tranken, es Wein war. Da hat er also gewirkt auf den Ätherleib der umstehenden Menschen. Denn dadurch, daß er seine Kraft hat hinausströmen lassen in den Ätherleib der umstehenden Menschen, da wurde durch diese Wirkung im Munde derjenigen, die da tranken, das Wasser zu Wein, das heißt, das Wasser wurde als Wein genossen. Nun aber sollte die Wirkung nicht nur auf den Leib gehen, sondern bis in das Tiefste der Seele hinein. Denn nur dadurch konnte er durch die Vermittelung des Vaters auf den Sohn des königlichen Beamten wirken. Und nur dadurch konnte er in die sündige Seele des achtunddreißig Jahre lang Kranken hineinwirken. Hätte er bloß die Kräfte in den Ätherleib hineinströmen lassen, so wäre das.nicht genügend gewesen. Auf den astralischen Leib mußte eingewirkt werden, denn die Sünde begeht der astralische Leib. Man kann durch das Wirken auf den Ätherleib Wasser in Wein verwandeln, aber man muß in das Tieferliegende eingreifen, wenn man weiter wirken will auf die andere Persönlichkeit. Dazu war notwendig, daß der Christus die dreifache Hülle des Jesus von Nazareth weiter behandelte.

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Cite: GA 112/1909-07-03/p036 · edition original