Vierzehnter Vortrag

GA 112/1909-07-07/p004 ·1909-07-07 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Damit diese unsere Erdenwelt überhaupt entstehen konnte, mußte eine frühere, überirdische Welt bis zur physischen Materie, bis zum physischen Stoffe herunter, im irdischen Sinne sich verdichten. Dadurch konnte die äußere Welt der Ausdruck werden einer göttlich-geistigen Welt, einer solchen göttlich-geistigen Welt, die damit etwas hat wie Geschöpfe neben sich und außer sich. Alle früheren Gestaltungen unseres Weltendaseins waren so, daß sie mehr oder weniger in der göttlichen Wesenheit darinnen waren. Auf dem alten Saturn gab es noch nicht unsere Luft, nicht unser Wasser, nicht unsere Erde, das heißt, nicht unsere festen Körper. Der ganze Saturn war noch ein Körper aus Wärme nur bestehend, ein Wärme-Raum war der alte Saturn. Und alles, was an Wesenheiten auf dem Saturn war, war noch im Schoße des göttlichen Vater-Geistes. So war es auch auf der alten Sonne, wenn sie auch schon bis zur Luft verdichtet war. Dieser Luft-Planet, die alte Sonne, enthielt in ihrem Schoß, und damit im Schoß der göttlich-geistigen Wesenheit, alle ihre Geschöpfe. Und so war es auch beim alten Mond. Erst auf der Erde drang aus dem Schoß der göttlich-geistigen Wesenheit die Schöpfung hervor, wurde etwas neben der göttlich-geistigen Wesenheit. Dem aber, was nun neben der göttlich-geistigen Wesenheit wurde, und was auch das Kleid, die Umhüllung, die physische Leiblichkeit des Menschen wurde, dem wob sich allmählich ein, gliederte sich allmählich ein alles, was von zurückgebliebenen Geistern vorhanden war. Dadurch aber wurde es als ein Geschöpf nicht so, wie es hätte werden sollen, wenn es ein Abbild der göttlich-geistigen Wesenheit geworden wäre. Die göttlich-geistige Wesenheit, nachdem sie alle Geschöpfe, unser heutiges Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich und Menschenreich in ihrem Schoß getragen, hat gleichsam sie alle entlassen, ausgebreitet wie einen Teppich um sich her. Und das war nun ein Abbild der göttlich-geistigen Wesenheit. So hätte es bleiben sollen. Aber da hat sich hineinverwoben alles, was zurückgeblieben war, was vorher von der göttlich-geistigen Wesenheit ausgestoßen war. Das alles hat sich eingegliedert, und es wurde so das Geschöpf gleichsam getrübt, weniger wert gemacht, als es sonst gewesen wäre.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/112/1909-07-07/p004.json
Cite: GA 112/1909-07-07/p004 · edition original