Vierzehnter Vortrag
So bekommen wir wohl die Anschauung, daß eine solche Urkunde wie das Johannes-Evangelium und die sich daran anschließenden Evangelien eine unendliche Tiefe enthalten. Wir haben in einer Reihe von Vorträgen diese Tiefen betrachtet. Könnten wir diese Vorträge fortsetzen und doppelt so lang machen, als sie gewesen sind, wir könnten immer neue und neue Tiefen aus den Evangelien herausholen. Und könnten wir die doppelt so lange Zeit noch einmal verdoppeln, und die zweimal verdoppelte Zeit noch einmal verdoppeln: wir würden neue Tiefen erschließen können! Und wir würden eine Ahnung davon bekommen, daß in die Menschenzukunft hinein immer neue und neue Tiefen aus den Untergründen dieser Dokumente heraus gefunden werden können. Die Menschen lernen wahrhaftig niemals aus in dem Interpretieren dieser Urkunden. Nichts brauchen wir in sie hineinzutragen, nur vorbereiten müssen wir uns dazu, durch die okkulten Wahrheiten, herauszufinden, was wirklich in den Evangelien liegt. Dann enthüllt sich uns in den Evangelien der ganze universelle Menschheitszusammenhang, und wiederum der Zusammenhang dieses Menschheitszusammenhanges mit dem Kosmos, und wir lernen immer tiefer und tiefer hineinschauen in die geistige Welt.
Cite:
GA 112/1909-07-07/p074 · edition original