{"corpus":"steiner","locus":"GA 113/1909-08-25/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir müssen aber nicht nur in dem Menschen allein für die Weltentwickelung die Gründe suchen, sondern in gewisser Weise auch bei den geistigen Wesenheiten, die den höheren Welten angehören. Es war nicht bloß gut für den Menschen, daß die Sonne und der Mond sich von ihm abgespalten haben, sondern es war auch gut für diejenigen Wesenheiten, die dazumal mit dem Menschen in ihrer Entwickelung verbunden waren. Geistige Wesenheiten trennten sich mit der Sonne von der Erde und machten die Sonne zu ihrem Wohnplatz. Wie der Mensch sich nicht hätte entwickeln können, wenn die Sonne mit der Erde verbunden geblieben wäre, so wenig hätten sich diese Wesenheiten auf der Erde entwickeln können, wenn sich nicht die Trennung vollzogen hätte. Sie konnten sich nur entwickeln dadurch, daß sie in die Sonne hinein die Substanzen zogen, die vorher mit der Erde vereinigt waren. Da konnten sie abseits von den verhärtenden Substanzen der Erde ihre Entwickelungsbedingungen finden. So blicken wir hinauf zu den Wesenheiten, die sich in der Sonne entwickeln und sagen: Da oben wohnen diejenigen Wesenheiten, die geradeso ihre Sonne zur Entwickelung brauchten wie wir die Erde zu der unsrigen. Sie hätten sozusagen zugrunde gehen müssen, wenn sie mit der Erde verbunden geblieben wären. So aber, nachdem alles so eingetreten ist, wie gesagt, konnten diese geistigen Wesenheiten die Möglichkeit finden, ihre wohltätigen Wirkungen hinunterzuschicken auf die Erde, das heißt sich selbst dazu entwickeln, den Wesen der Erde von außen in der entsprechenden Weise zu helfen. Die Sonnengeister wären keine Helfer der Erde, wenn sie auf dieser geblieben wären. Erst nach der Trennung der Sonne von der Erde haben nach und nach die dort befindlichen Wesenheiten die Stufen erlangt, auf denen sie Helfer der Erde werden konnten. Wenn der Geistesforscher in seiner Beobachtung hinausblickt in das Licht und auf die Dinge der Außenwelt, so kann er sich auf bestimmter Stufe seiner Entwickelung sagen: Hinter dem, was mir da als Farbe oder Ton physisch entgegentritt, sind die Wesenheiten, die wir als Sonnenwesenheiten betrachten können.So aber wie uns die Sonnenwesenheiten heute in der geistigen Betrachtung entgegentreten, so sind sie erst einmal geworden. Nach diesem Werden erscheinen sie uns als die hohen, als die oberen Geistwesen, als diejenigen, die uns entgegentreten, wenn wir hinausblicken aus der Sinneswelt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1909-08-25","location":null,"word_count":370,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/113/1909-08-25/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/113/1909-08-25/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/113/1909-08-25/p019"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}