Achter Vortrag

GA 113/1909-08-30/p003 ·1909-08-30 · original (original)
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Wir haben bisher bei der Besprechung derjenigen Wesenheiten, die wir zu dem Reich des Christus oder zu dem Reich des Luzifer zählen, vorzugsweise Rücksicht darauf genommen, wie der Mensch im Verlauf seiner Entwickelung durch seine eigene Seele an diese Wesenheiten herandringt, wie er sie erlebt. Wir haben also zum Beispiel hervorgehoben, wie der Weg des Menschen zu jenen kosmischen Wesenheiten, in deren Mitte der Christus in der vorchristlichen Zeit war, von dem Menschen aus erkennend nach außen ging, wie aber der Weg in Luzifers Reich nach der anderen Seite in die Seele hineinging, um den Schleier, der die eigene Seele verhüllt, selbst zu durchdringen. Und wir haben hervorgehoben, wie sich das durch die Erscheinung des Christus auf der Erde so geändert hat, daß die beiden Reiche übereinander getreten sind und die Menschheit einer Zeit zueilt, in der der Christus im Innern, Luzifer außen zu suchen sein wird. Wir müssen heute, um mit mancherlei von demjenigen, was ja die meisten von Ihnen schon gehört haben über die luziferischen Wesenheiten, einen Einklang zu schaffen, noch einmal mit ein paar Worten auf das Wesen des luziferischen Prinzips zurückkommen. Die Dinge der Welt sind ja kompliziert, und man kann alles von den verschiedensten Gesichtspunkten aus betrachten. Dadurch wird es manchmal scheinen, weil man eine Sache einmal von der einen, das andere Mal von der anderen Seite beleuchten muß, daß die Dinge nicht ganz im Einklang stehen. Sie stehen aber doch miteinander im Einklang. Wie derjenige ein Blatt richtig beschreibt, der es einmal von der vorderen und einmal von der hinteren Seite beschreibt, und es ist doch ganz dasselbe Blatt, so beschreibt derjenige das luziferische Prinzip richtig, der, wie wir es in den verflossenen Stunden getan haben, es beschreibt, indem er die Wege verfolgt, welche die Seele einzuschlagen hat zu diesem luziferischen Prinzip. Aber man kann natürlich.auch sozusagen mehr von einem außerirdischen Standpunkt aus die Entwickelung unserer Erde und der Welt überhaupt betrachten und dann die Stellung der luziferischen Wesenheiten im Weltfortgang von einem anderen Gesichtspunkt aus charakterisieren. Das wollen wir mit ein paar Worten tun.

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Cite: GA 113/1909-08-30/p003 · edition original