Achter Vortrag

GA 113/1909-08-30/p032 ·1909-08-30 · original (original)
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Alles dasjenige, was früher menschliche Geistesentwickelung war, was hinausführte über die äußere Raumeswelt, führte auch äußerlich in die Zeit hinein. Nun - alles, was zeitlich angeordnet ist, das ist nach dem Maße und nach der Natur der Siebenzahl angeordnet. Wir beherrschen den Weltenwerdegang, wenn wir die Zahl Sieben zugrunde legen, indem wir sagen: Saturn, Sonne, Mond, Erde- Mars, Merkur — Jupiter, Venus und Vulkan, indem wir zum Beispiel hier sieben Zeiträume haben. In allem, was der Zeit unterliegt, finden wir uns zurecht, wenn wir die Zahl Sieben anwenden. Daher werden wir überall da, wo wir in die Zeit hineingeführt werden, zur Siebenzahl geführt werden. Alle die Kollegien und Logen, welche aus dem Raume hinaus in das Zeitliche hineinführen, wenn sie zum Überweltlichen führen, unterliegen eben der Siebenzahl. Der Siebenzahl unterliegen die heiligen Rishis, der Siebenzahl unterliegen die anderen heiligen Lehrer der Völker bis herein zu den sieben Weisen Griechenlands. Die Grundzahl des Raumes ist die Zwölf. Und indem die Zeit herausfließt in den Raum, wird sie zur Offenbarung durch Zwölf. Daher herrscht die Zwölf da, wo die Zeit ausfließt in den Raum. Zwölf Stämme haben wir in Israel, zwölf Apostel in dem Augenblick, wo der Christus, der sich vorher in der Zeit geoffenbart hatte, herausfließt in den Raum. Was in der Zeit ist, ist hintereinander. Was daher von dem Raume in die Zeit hinführt zu den Göttern des luziferischen Reiches, führt in die Siebenzahl hinein. Wollen wir etwas charakterisieren seiner Wesenheit nach in diesem Reiche, so finden wir diese Wesenheit, wenn wir das zu Erforschende auf seine Vaterschaft zurückführen. Wir erkennen dasjenige, was in der Zeit sich entwickelt, wenn wir von dem Späteren zu dem Früheren wie vom Kind zum Vater aufsteigen. Indem wir in die Zeitenwelt, die von der Siebenzahl beherrscht ist, hineingehen, sprechen wir von den Kindern und ihrem Ursprunge, von den Kindern der geistigen Wesenheiten, von den Kindern des Luzifer. Wenn wir die Zeit herausführen in den Raum, sprechen wir von denjenigen Wesenheiten, die nebeneinanderstehen, bei denen das Stehen nebeneinander und damit auch das Fließen der Seelenimpulse von dem einen zum anderen im Raume in Betracht kommt. Wo die Siebenzahl sich dadurch, daß die Zeit in den Raum herausfließt, in die Zwölf verwandelt, hört auf der Begriff des Kindes denselben übersinnlichen Sinn zu haben; da tritt der Begriff der Bruderschaft auf; die nebeneinander leben, das sind Brüder. So steigen wir auf in der Menschheitsentwickelung, indem wir den wichtigen Begriff der Göttersöhne verwandeln in den Begriff der Brüder, die nebeneinander leben. Brüder, Geschwister leben nebeneinander. Was voneinander abstammt, lebt nacheinander. Wir sehen hier in einem wichtigen Zeitpunkt den Übergang von den Söhnen oder Kindern des luziferischen Reiches und seiner Wesenheit zu den Brüdern Christi, einen Übergang, von dem wir morgen noch weiter sprechen werden.

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Cite: GA 113/1909-08-30/p032 · edition original