Neunter Vortrag

GA 113/1909-08-31/p031 ·1909-08-31 · original (original)
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Heute kann kaum die Menschheit als das wenigste zweierlei entgegenbringen diesen großen Lehrern des Rosenkreuzes, zweierlei, was nur einen Anfang bedeuten kann von dem, was in der Zukunft groß und mächtig als Verständnis des Christentums dastehen soll. Das soll gemacht werden durch die heutige Geisteswissenschaft; sie soll beginnen, die Lehren des Skythianos, des Zarathustra und des Gautama Buddha in die Welt zu bringen, nicht in ihrer alten, sondern in einer durchaus neuen, heute aus sich selbst erforschbaren Form. Wir beginnen damit, daß wir zunächst das Elementare, welches wir von ihnen lernen können, der Kultur einverleiben. Von dem Buddha hat das Christentum hinzuzulernen die Lehre von der Wiederverkörperung und dem Karma, wenn auch nicht in einer alten, heute nicht mehr zeitgemäßen Art. Warum fließen heute in das Christentum die Lehren von der Wiederverkörperung und dem Karma? Sie fließen ein, weil sie die Eingeweihten verstehenlernen können im Sinne unserer Zeit, wie sie Buddha, der große Lehrer der Wiederverkörperung in seiner Art verstanden hat. So wird man auch anfangen den Skythianos zu verstehen, der nicht nur die Wiederverkörperung des Menschen zu lehren hat, sondern der das zu lehren hat, was von Ewigkeit zu Ewigkeit waltet. So wird immer mehr und mehr das Wesen der Welt, immer mehr und mehr das Wesen des Zentrums unserer Erdenwelt, das Wesen des Christus begriffen werden. So fließen immer mehr und mehr die Lehren der Initiierten in die Menschheit hinein. Heute kann der angehende Geistesforscher nur zweierlei als Elementaranfang zu demjenigen bringen, was die beiden Elemente sein müssen der zukünftigen Geistesentwickelung der Menschheit. Was sich ins Innere hineinsenkt als das Christus-Leben, wird das erste Element sein; was in umfassender Weise als die geistige Kosmologie Verständnis bringen wird für den Christus, das wird das zweite sein. Christus-Leben im Innern des Herzens, Weltverständnis, das zu Christus-Verständnis führt, das werden die beiden Elemente sein. Heute, wo wir am Anfang stehen, können wir beginnen damit, daß wir die richtige Gesinnung haben im Innern. Daher versammeln wir uns, um die richtige Gesinnung gegenüber der geistigen Welt und all dessen, was daraus geboren ist, gegenüber dem Menschen zu pflegen. Damit, daß wir die richtige Gesinnung pflegen, machen wir unsere Geisteskräfte allmählich geeignet, den Christus im Innern aufzunehmen, denn je höher und edler sich die Gesinnung ausprägt, desto edler wird sich Christus ausleben können. Und wir machen den Anfang damit, daß wir die elementaren Zusammenhänge unserer Erdenentwickelung lehren, daß wir erneut suchen dasjenige, was von Skythianos, Zarathustra und Buddha stammt, daß wir es nehmen so, wie sie es lehren können in unserer Zeit, so wie diese Lehrer selbst es wissen, nachdem sie sich entwickelt haben bis in unsere Zeit herein. Wir sind so weit, daß wir anfangen, die elementaren Lehren der Einweihung zu verbreiten.

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Cite: GA 113/1909-08-31/p031 · edition original