Buddha's Compassion Reborn in Luke's Healing Love

GA 114/1909-09-17/p011 ·1909-09-17 · original (original)
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Damit hatte der Buddha seinen Bekennern angedeutet, wie er sich allmählich hinaufgearbeitet hatte zu einem Erkennen, das er zwar früher schon hatte, das man sich aber in jeder Inkarnation nach den Bedingungen der Zeitepoche neu erwerben muß, das er sich aber nunmehr wieder so hatte erwerben müssen, wie es seinem völligen Herab- steigen in einen physischen Menschenleib entsprach. Wenn wir dies nachempfinden, bekommen wir eine Ahnung davon, welche Bedeutung und welche Größe jene bedeutsame Individualität hatte, die sich in dem Königssohne aus dem Sakya-Geschlecht damals verkörpert hatte. Was der Buddha auf diese Weise wiedererkennen konnte, und wohinein er schauen konnte, von dem wußte er aber auch: Das ist eine Welt, welche die Menschen mit ihrem gewöhnlichen Anschauen der unmittelbaren Gegenwart und nächsten Zukunft wieder verlassen mußten. Nur Eingeweihte, zu denen ja der Buddha selber gehörte, können hinein- schauen in die geistige Welt; aber für die normale Menschheit war dazu die Möglichkeit verlorengegangen. Die Erbstücke alter hellseherischer Anschauung waren immer geringer geworden. Da Buddha nicht bloß von dem zu sprechen hatte, was der Eingeweihte zu sagen hat, sondern da er vor allem die Mission hatte, den Menschen zu erzählen von den Kräften, die aus der eigenen menschlichen Seele herausfließen sollen, so konnte er nicht nur hinweisen auf die Ergebnisse seiner Erleuchtung, sondern er sagte sich: Ich muß sprechen von dem, wozu die Menschen kommen können, zwar durch eine höhere, aber doch durch eine Entwickelung ihrer eigenen inneren Wesenheit, durch Entwickelung dessen, was in dieser Zeitepoche ist. Nach und nach werden die Menschen im Laufe der Erdenentwickelung aus ihrer Seele, aus ihrem Herzen heraus den Inhalt der Lehre des Buddha erkennen als etwas, was ihnen ihre eigene Vernunft, ihr eigenes Gemüt sagt. Aber es wird noch viel, viel Zeit hin fließen müssen, bevor alle Menschen reif werden, um sozusagen aus der eigenen Seele das hervorzuholen, was der Buddha zuerst wie eine rein menschliche Erkenntnis ausgesprochen hat. Denn es ist etwas anderes, in späteren Zeiten gewisse Fähigkeiten zu entwickeln, und etwas anderes, sie zuerst hervorzuholen aus den tiefen Schächten des menschlichen Gemüts.

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