Siebenter Vortrag

GA 114/1909-09-21/p017 ·1909-09-21 · original (original)
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Was bedeuteten diese Offenbarungen des Moses? Sie bedeuteten, daß sich das, was als Christus-Wesenheit sich der Erde näherte, zunächst wie in einer Reflexion zeigt, wie in einem Spiegelbilde. Denken wir uns den Vorgang vergeistigt, den wir jede Vollmondnacht am Vollmonde wahrnehmen. Wenn wir zum Vollmond hinaufblicken, sehen wir die Sonnenstrahlen zurückgestrahlt, gespiegelt. Es ist Sonnenlicht, was uns da entgegenströmt; nur heißen wir es Mondenlicht, weil es vom Monde widergespiegelt erscheint. Wen sah Moses im brennenden Dornbusch und im Feuer auf dem Sinai? Den Christus! Aber wie man das Sonnenlicht nicht auf dem Monde direkt sieht, sondern gespiegelt, so sah er in einer Spiegelung den Christus. Und wie wir das Sonnenlicht, wenn wir es vom Monde gespiegelt erblicken, Mondenlicht nennen, so wurde damals der Christus Jahve oder Jehova genannt. Daher ist Jahve oder Jehova nichts anderes als die Widerspiegelung des Christus, bevor dieser selbst auf der Erde erschien. So verkündigte sich der Christus der menschlichen Wesenheit, die ihn noch nicht in seiner ureigenen Wesenheit zu schauen vermochte, indirekt, wie in der sonst dunklen Vollmondnacht das Sonnenlicht sich durch die Mondenstrahlen verkündigt. Jahve oder Jehova ist der Christus, aber nicht direkt gesehen, sondern als reflektiertes Licht.

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Cite: GA 114/1909-09-21/p017 · edition original