Siebenter Vortrag
Wenn nun Zarathustra mit seinen Schülern hinaufwies in das Reich des Geistigen, so konnte er sagen: Aus dem Himmel herunter strömt die Wärme, das Feuer, aus dem Himmel herunter strömt das Licht. Das sind die Kleider von Ahura Mazdao. Aber hinter diesen Kleidern verbirgt sich das, was noch nicht heruntergestiegen ist, was noch in den geistigen Höhen oben geblieben ist, was in den physischen Gedanken und den physischen Worten des Menschen nur einen Schatten hinuntergeworfen hat.— Hinter der Sonnenwärme, hinter dem Sonnenlichte verbirgt sich das, was im Tone, im Sinn lebt, was sich nur denjenigen verkündete, die hinter das Licht schauen konnten, was sich verhält zu dem irdischen Wort wie das himmlische Wort zu dem vor der Menschheit vorläufig bewahrten Teile des Lebens. Daher sagte Zarathustra: Blicket hinauf zu Ahura Mazdao! Ihr seht, wie er sich offenbart in dem physischen Kleide des Lichtes und der Wärme. Dahinter ist aber das göttliche Schöpfungswort; das nähert sich der Erde.
Cite:
GA 114/1909-09-21/p031 · edition original