{"corpus":"steiner","locus":"GA 114/1909-09-26/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So mußte zu jener Zeit in die Seelen hinüberfließen, was in den Seelen heranreifen sollte. Denn es war eine vollständig neue Zeit gekommen, eine Zeit, in welcher sich die Menschen in völliger Reife anschickten, ihr Ich, ihr Selbstbewußtsein, zu entwickeln. Während früher die Menschen die Offenbarungen empfingen und deren Wirkungen im Astralleibe, Ätherleibe und physischen Leibe hatten, sollte jetzt das Ich vollbewußt werden. Aber es sollte sich erst nach und nach mit den Kräften anfüllen, die es erhalten sollte. Nur das eine Ich, das damals auf der Erde wandelte und in seiner Leiblichkeit dazu vorbereitet war, das als nathanischer Jesus die Individualität des Zarathustra in sich verkörpert hatte, nur dieses Ich konnte das allumfassende Christus-Prinzip in sich verwirklichen. Die anderen Menschen müssen nun nach und nach in der Nachfolge des Christus das entwickeln, was damals in der einen Persönlichkeit drei Jahre hindurch auf der Erde war. Nur die Anregung sozusagen, den Keim, konnte damals der Christus Jesus in die Menschheit hineinverpflanzen, und dieser Keim muß nun nach und nach wachsen und sich entfalten. Auch dafür wurde vorgesorgt, daß immer in entsprechend richtigen Zeiten diejenigen Menschen innerhalb der Erdenentwickelung erscheinen können, die nun das bringen können, wofür die Menschheit in einer späteren Zeit reif wird. Der, welcher damals auf der Erde als der Christus erschienen ist, mußte dafür sorgen, daß die Menschheit unmittelbar nach seinem Erscheinen die Verkündigung hatte, so wie sie dieselbe verstehen konnte; und er mußte auch Vorsorge treffen, daß später Individualitäten erschienen, die in dem Maße für die Seelen in spiritueller Beziehung sorgten, als diese später reifer geworden sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1909-09-26","location":null,"word_count":261,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/114/1909-09-26/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/114/1909-09-26/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/114/1909-09-26/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}