Zweiter Vortrag

GA 115/1910-11-02/p011 ·1910-11-02 · original (original)
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Schon aus diesen einfachen, konkreten Darstellungen, wobei wir ganz auf dem physischen Plan geblieben sind, sehen Sie, daß wir durch unsere Sinneswahrnehmungen einen äußeren Zwang, einen Herrn in bezug auf das äußere Leben anerkennen müssen, und einen inneren Herrn in uns. Wo wir auch stehen, an welchem Punkt des Raumes, die Außenwelt ist Herr über unsere Sinneswahrnehmungen. Und wir würden in Phantastik verfallen, würden wir nicht diesen Herrn in bezug auf die Sinneswahrnehmungen anerkennen. Insofern wir nun selber vorwärtsschreiten in uns, haben wir auf den dramatischen Gegensatz in unserem Seelenleben hinzublicken, und da haben wir zu erkennen, daß wir, wie in der Außenwelt, einen ebensolchen Herrn in uns haben, der zum Beispiel bewirkt, daß wir mit sieben Jahren ein anderes Seelenleben haben als mit zwanzig oder dreißig Jahren oder später. Das sei zunächst zur Veranschaulichung gesagt für manches, was uns vor Augen treten wird.

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Cite: GA 115/1910-11-02/p011 · edition original