Die Europäischen Mysterien und Ihre Eingeweihten Druiden- und Drotten-Mysterien

GA 117a/1910-01-09/p014 ·1910-01-09 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «Presentation by Markus Uppling». The unit's own header line in the edition served.

Im nördlichen Europa haben wir die Drotten-Mysterien, welche eine Vorbereitung für den Empfang der christlichen Mysterien sind. Die Drotten-Mysterien bereiteten die Einweihung durch intime Seelen-Methoden direkt vor. Ihre Ausüber waren der Ansicht, dass der Mensch noch nicht so weit gekommen sei, dass er in die geistige Welt aufsteigen könne; deshalb müsse seine Seele zuerst geboren werden. Zu diesem Zwecke nahmen dreizehn Männer auf einmal an den Mysterien teil, wovon einer als Führer und die übrigen Zwölf als Mithelfer wirkten. Ein jeder dieser zwölf Mithelfer suchte in sich, eine einzelne Seelenkraft auf eine ganz besondere Höhe zu bringen, um im Mysterium alle diese Kräfte sich wie Strahlen in die Seele des Dreizehnten vereinigen zu lassen. Unter dem Einfluss hiervon wurde dieser inspiriert und konnte seine Wahrnehmungen aus der geistigen Welt in Worten offenbaren. Er sah da den vollkommenen Menschen als ein Abbild der Gottheit selbst. Dann aber sah er das Urbild dieses Menschen, und als das Letzte sah er, was Abbild und Urbild miteinander vereint - die heilige Dreiheit, wovon unser Denken, Fühlen und Wollen nur ein schwaches Abbild sind. In gewaltigen Bildern sah er die Sterne als geistige Wesen und sah sich selbst in diesem Wesen leben. Durch die Drotten-Mysterien wurde der Mensch ein Wanderer in der geistigen Welt.

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