Sechster Vortrag

GA 117a/1910-01-10/p007 ·1910-01-10 · original (original)
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Im Johannes-Evangelium wird nicht die Taufe, sondern nur das astrale Erlebnis des Täufers geschildert, als er als Seher Jesus vom Geist inspiriert werden sieht in der Gestalt einer Taube. Man muss dieses besonders beachten, wenn man den geistigen Sinn in diesem Evangelium verstehen will. Der Täufer war nur zeitweise hellsehend, er konnte nicht auf seine früheren Inkarnationen zurückblicken. Seine Mission war es, den Menschen zu zeigen, dass sie sich jetzt ihr klares Ich-Bewusstsein erwerben sollten, denn jetzt war die Zeit dafür inne. Aber diese Mission musste Johannes der Täufer damit bezahlen, dass sein eigenes Ich-Bewusstsein auf die Zeit zwischen Geburt und Tod beschränkt war. Daher seine seltsamen Antworten auf die Fragen der Juden. Als diese fragten, ob er der Christus sei, antwortete er: «Ich bin es nicht.» Und als sie ihn fragten, ob er Elias sei, sagte er: «Nein.» Im Gegensatz zu diesen seinen eigenen Worten bezeugt Jesus feierlich, dass Johannes der Täufer der reinkarnierte Elias sei.

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