Geisteswissenschaft als Vorbereitung auf das neue Äthersehen
Zu jener Welt, aus der diese stammt, und die hinter dieser liegt, können wir nur durch hellseherische Gaben eindringen, die, wie gesagt, heute nicht die normalen Fähigkeiten des Gegenwartsmenschen sind, aber in jenen alten Zeiten in gewissen Zuständen allen Menschen zur Verfügung standen. Da lebte er sich hinein in die geistige Welt, da nahm er darin wahr jene geistigen Wesenheiten und geistigen Tatsachen, von denen wir in der Geisteswissenschaft hören, die vorhanden sind, die nicht deshalb als nicht vorhanden bezeichnet werden können, weil das normale heutige Wahrnehmen sie nicht sehen kann, die vorhanden sind, ebenso wie Licht und Farbe um den Blinden herum sind, wenn er sie auch nicht wahrnehmen kann. Diese geistigen Wesenheiten, das waren damals die Genossen der Menschen, und der Mensch konnte sich sagen: Ich gehöre einer geistigen Welt an, als geistig-seelisches Wesen gehöre ich einer Welt an, in der, wie mein eigenes Geistig-Seelisches, solche Wesenheiten sind, wie ich sie in solchen Zuständen um mich herum habe. - Genosse geistig-seelischer Wesenheiten war der Mensch in jenen Zeiten urferner Vergangenheit. Diejenigen Welteinsichten und Erkenntnisse, die in diese Verhältnisse hineingeschaut haben, haben immer genau unterscheiden können und können auch heute unterscheiden die verschiedenen Stufen, die der Mensch in den verschiedenen Zeiten durchlaufen hat. Zunächst jene Stufe, da er noch vollständig darinnen war in dieser geistigen Welt, wo er eigentlich kaum herunterstieg mit Bewußtsein in die sinnlichphysische Welt, sondern sich ganz fühlte als der geistigen Welt angehörig, so daß er alle seine Kräfte aus dieser geistigen Welt zog. Diese Stufe unterschied eine geistige Erkenntnis von den folgenden, in denen diese Kraft immer mehr schwand, in denen immer mehr dann heraufkam das Wahrnehmen scharf umrissener Gegenstände der Außenwelt, das Verarbeiten dieser Eindrücke durch logisches Denken und Urteilen zugleich mit der Ausprägung des Ich, des Selbstbewußtseins.
Cite:
GA 118/1910-01-27/p016 · edition original