{"corpus":"steiner","locus":"GA 118/1910-01-27/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In der orientalischen Philosophie, die in diese Verhältnisse noch hat hineinschauen können, weil ihr noch geblieben sind Rückstände der alten heiligen Lehre der Rishis, da hatte man noch Bezeichnungen für diese verschiedenen Zeiträume der Menschheitsentwickelung. Für die ältesten Zeiten, für die Zeiträume hellseherischer Menschenentwickelung, in denen dieses Hellsehen sozusagen bis in die höchsten Regionen der geistigen Welt, bis zu denjenigen Wesenheiten hinaufging, die wir uns als die höchsten vorzustellen haben, die mit unserer Welt zusammenhängen, hatte man die Bezeichnung Krita Yuga, was dann später das goldene Zeitalter genannt wurde. Dann kam eine andere Zeit, in der die Menschen schon viel weniger gesehen haben von der geistigen Welt, in der nicht mehr so ganz lebendig waren die Wirkungen der geistigen Welt in den Menschen. Diese Zeit wurde genannt das Treta Yuga, später das silberne Zeitalter. In anderer Weise gewannen hier die Menschen, welche zwischen Geburt und Tod lebten, eine Gewißheit von der geistigen Welt. Sie hatten zwar unmittelbar nur noch ganz undeutliche Erlebnisse aus der geistigen Welt, aber sie erinnerten sich dafür an diejenigen Zeiten, die vor ihrer Geburt lagen, wo sie ebenfalls mit den geistigen Wesenheiten lebten. Es war dadurch diese Zeit eine solche, in der der Mensch immer noch die geistige Welt so gewiß wußte, wie er heute, wenn er alt geworden ist, nicht ableugnen kann, daß er eine Jugend gehabt hat. Dieses Zeitalter bezeichnete man in denjenigen Erkenntnissen, wo man solche Dinge weiß, als Treta Yuga, wofür man dann später, etwas undeutlich, den Ausdruck silbernes Zeitalter gebraucht hat. Alle diese alten Ausdrücke haben aber ihre tiefe Bedeutung, und es ist von der heutigen Wissenschaft geradezu kindlich, wie sie diese Ausdrücke nimmt, weil sie keine Ahnung von den Realitäten hat, aus denen diese Bezeichnungen geflossen sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Geisteswissenschaft als Vorbereitung auf das neue Äthersehen","site_heading":null,"date":"1910-01-27","location":null,"word_count":287,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-01-27/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-01-27/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/118/1910-01-27/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}