{"corpus":"steiner","locus":"GA 118/1910-01-27/p031","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Derjenige, der heute eine geistige Entwickelung durchmacht, der kann schon heute anfangen, die Wahrheit des Ausspruches zu erleben: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten». So ist er bei uns, umschwebend die Erde in Geistesform. Vor dem Ereignis von Golgatha konnten die Hellseher den Christus nicht in der Erdenatmosphäre finden. Erst nach dem Ereignis von Golgatha wird der Christus in der Erdenatmosphäre sichtbar, weil er seit dieser Zeit da ist. Einer, der gelehrt war in der Hellsichtigkeit der vorchristlichen Zeit, wußte, daß einmal ein Zeitpunkt kommen werde, in dem folgendes eintreten wird. Er wußte: Jetzt findet man im Bereiche des Astralischen unserer Erde noch nicht das, was man den Christus nennt, aber es wird eine Zeit kommen, wo dann das hellseherische Auge offen sein wird und sehen wird im Bereiche der Erde den Christus! Er wußte, daß einmal in bezug auf das irdische Hellsehen eine große Veränderung eintreten wird. Er war nicht so weit, überzeugt werden zu können durch die Ereignisse von Palästina, daß diese Ereignisse schon eingetreten seien. Keine physischen Ereignisse konnten ihn überzeugen, daß der Christus schon zur Erde niedergestiegen sei. Eines erst konnte ihn überzeugen: als er hellseherisch in der Erdenatmosphäre den Christus sah. Da war er überzeugt davon, daß der von den Mysterien erwartete Herabstieg des Christus zur Erde sich wirklich vollzogen hatte. Das was Paulus erlebt hatte, die Anwesenheit des Christus in der Erdenatmosphäre, das ist dasjenige, was ein durch esoterische Schulung hellseherischer Mensch heute künstlich erleben kann, das ist auch das, was eben durch natürlich gewordenes Hellsehen einzelne Menschen werden erleben können, wie es charakterisiert worden ist, von den Jahren 1930 bis 1940 anfangend, dann durch längere Zeiträume hindurch als etwas ganz natürlich Gewordenes. Das Ereignis von Damaskus wird sich dann für viele wiederholen, und wir können dieses Ereignis eine Wiederkunft des Christus nennen, eine Wiederkunft im Geiste. DerChristus wird für die Menschen, die hinaufsteigen können bis zum Sehen des Ätherleibes, da sein. Denn bis zum Fleische ist der Christus nur einmal heruntergestiegen: damals in Palästina. Aber im Ätherleibe ist er immer vorhanden in der Ätheratmosphäre der Erde. Und weil die Menschen sich zum Äthersehen entwickeln werden, deshalb werden sie ihn schauen. So ergibt sich die Wiederkunft des Christus dadurch, daß die Menschen hinaufsteigen zu der Fähigkeit, den Christus zu schauen im Ätherischen. Dieses haben wir in unserer Übergangszeit zu erwarten. Und dasjenige, was die Geisteswissenschaft zu leisten hat, das ist nun auch, vorzubereiten die Seelen, damit sie empfangen können den Christus, der zu ihnen herniedersteigt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Geisteswissenschaft als Vorbereitung auf das neue Äthersehen","site_heading":null,"date":"1910-01-27","location":null,"word_count":416,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-01-27/p031","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-01-27/p031"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/118/1910-01-27/p031","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}