{"corpus":"steiner","locus":"GA 118/1910-01-27/p035","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir so sprechen, dann fühlen wir, was uns Anthroposophie sein soll und sein kann, wie sie uns vorbereiten soll, damit wir das erfüllen können, was machen wird, daß ein größtes Ereignis nicht spurlos an der Menschheit vorübergeht. Denn würde es spurlos an der Menschheit vorübergehen, so würde die Menschheit eine wichtige Entwickelungsmöglichkeit verlieren, und sie würde in Finsternis, in das Verdorren versinken. Licht kann es nur bringen, wenn die Menschen aufwachen für das neue Wahrnehmen und so auch dem neuen Christus-Ereignis sich öffnen. Das wird immer und immer wieder gesagt werden in der Zukunft. Aber immer wieder und wiederum gesagt wird auch werden, daß die falschen Propheten das Gute, das Große würden verhindern können, wenn es ihnen gelänge, die Meinung zu verbreiten, daß der Christus im Fleische erscheinen würde. Wenn das Anthroposophen nicht begreifen sollten, dann würden sie dem Irrtum verfallen können, der es ermöglichen würde, daß falsche Messiasse auftreten. Sie werden auftreten, weil sie auf die schwachen, auf die durch den Materialismus schwach gemachten Seelen rechnen, die sich nur vorstellen können, daß, wenn der Christus wiederkommt, er im materiellen Fleische erscheinen muß. Diese Mißdeutung der Verkündigung ist eine schlimme; sie wird eintreten als eine schlimme Versuchung für die Menschheit. Anthroposophie hat die Aufgabe, die Menschen vor dieser Versuchung zu bewahren. Das kann nicht stark genug betont werden für alle, die es hören wollen. Damit sehen Sie aber auch, daß Anthroposophie Wichtiges zu sagen hat, daß wir Anthroposophie nicht bloß treiben, weil wir neugierig sind auf allerlei Wahrheiten, sondern weil wir wissen, daß diese Wahrheiten gebraucht werden zum Heile der Menschheit, zur stetigen Vervollkommnung der Menschheit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Geisteswissenschaft als Vorbereitung auf das neue Äthersehen","site_heading":null,"date":"1910-01-27","location":null,"word_count":267,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-01-27/p035","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-01-27/p035"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/118/1910-01-27/p035","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}