Buddhismus Und Das Paulinische Christentum

GA 118/1910-02-27/p011 ·1910-02-27 · original (original)
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Wäre nicht der luziferische Einfluß dazwischengetreten, so hätte der Mensch Wahrheit und nicht Illusion in der physischen Welt gesehen. Nicht die sinnliche Welt ist unrichtig, sondern die menschliche Erkenntnis, die durch den luziferischen Einfluß getrübt worden ist. Diese Verschiedenheit in der Auffassung bringt auch verschiedene Folgen mit sich. Buddha will die Erlösung suchen in einer Welt, der nichts Sinnliches mehr anhaftet. Paulus sagt, der Mensch soll die Kräfte, den Durst nach Dasein reinigen, weil er selber sie verdorben hat. Der Mensch soll durch Läuterung seiner Kräfte die Schleier zerreißen, die ihm die Wahrheit zudecken, damit er hindurchschauen könne auf dasjenige, was er sich selber zugedeckt hat. An Stelle des Schleiers, der zum Beispiel die Pflanzenwelt bedeckt, wird man dann die göttlich-geistigen Kräfte sehen, die hinter und an den Pflanzen arbeiten. Wenn der Vorhang reißt, wird die sinnliche Welt erst durchsichtig und schließlich sehen wir ein Reich des Geistes vor uns. Wir glaubten ein Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich vor uns zu haben: das war unsere Schuld. In Wirklichkeit sehen wir die Hierarchien auf uns zuströmen.

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