{"corpus":"steiner","locus":"GA 118/1910-03-06/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dieses Kali Yuga beginnt im Jahre 3101 vor der Begründung des Christentums. Mit diesem finsteren Zeitalter ist alles dasjenige verknüpft, was wireigentlich gegenwärtig als die großen Errungenschaften der Menschheit bezeichnen, was wir als den eigentlichen Grundzug der menschlichen Kultur der Gegenwart bezeichnen. Vor diesem Zeitalter, vor diesem finstern Zeitalter oder Kali Yuga, da war das ganze menschliche Denken, waren alle menschlichen Seelenkräfte in einer gewissen Beziehung anders noch eingerichtet. Es war in jenem Zeitalter vor 3101 - das ist eine Durchschnittszahl, die Entwickelung ging allmählich von der einen Art der Eigenschaften in die andere über -, es war vorher dasjenige da, was man als letzte Reste des alten Hellsehens bezeichnen kann. Im Verlauf der Menschheitsentwickelung folgen sich die Zeitalter: Krita Yuga, Treta Yuga, Dvapara Yuga, Kali Yuga. Das letztere interessiert uns heute ganz besonders. Mit den früheren Zeitaltern kommen wir in die alte Atlantis zurück. Und von dem alten Hellsehen waren in den alten Zeiten noch Reste vorhanden, so daß der Mensch vor dem finsteren Zeitalter durchaus noch ein unmittelbares Bewußtsein von dem Vorhandensein einer geistigen Welt hatte, weil er hineinschauen konnte in die geistige Welt. Dieses Bewußtsein von der geistigen Welt, das trat sozusagen vor dem menschlichen Anschauen immer mehr und mehr zurück, und im Durchschnitt, können wir sagen, beginnen die Fähigkeiten und Kräfte sich auszubilden, welche auf der einen Seite das menschliche Urteil auf die sinnliche Welt beschränken und auf der andern Seite das menschliche Selbstbewußtsein ausbilden. Diese Kräfte alle beginnen im Kali Yuga. Und während der Mensch während dieses Zeitalters nicht in die Lage kam, hineinzuschauen in die geistigen Welten, entwickelte sich innerhalb der physisch-sinnlichen Welt um so mehr der feste Punkt in seinem Innern, entwickelte sich dasjenige, was wir das Wissen um das Selbstbewußtsein nennen. Glauben Sie aber nicht, daß dieses Wissen um das Selbstbewußtsein schon bis zu einem hohen Grad ausgebildet ist; es muß sich erst weiter und weiter ausbilden. Aber es hätte niemals ins menschliche Bewußtsein hereintreten können, wenn es nicht dieses finstere Zeitalter gegeben hätte. So verlor der Mensch immer mehr und mehr in den drei Jahrtausenden vor der Begründung des Christentums den Zusammenhang mit der geistigen Welt. Aus seiner unmittelbaren Anschauung heraus hatte er ihn nicht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Wiedererscheinen Des Christus Im Ätherischen","site_heading":null,"date":"1910-03-06","location":null,"word_count":364,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-03-06/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/118/1910-03-06/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/118/1910-03-06/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-03-06_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}