Das Wiedererscheinen Des Christus Im Ätherischen

GA 118/1910-03-06/p026 ·1910-03-06 · original (original)
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Das ist dasjenige, was man nennen kann jenes gewaltige Ereignis, das uns bevorsteht: Das Wiedererscheinen des Christus Jesus - nach und nach zuerst für wenige, dann für immer mehr und mehr Menschen. Es ist ein Ereignis, das nicht nur Bedeutung hat für diejenigen Menschen, die dann noch im Fleisch verkörpert sein werden. Es wird eine Anzahl von Menschen, die heute verkörpert sind, auch zu jener Zeit noch verkörpert sein, wenn dieses Christus-Ereignis eintritt. Die werden es so erleben, wie es geschildert worden ist. Andere werden durch die Pforte des Todes gegangen sein. Aber, wie wir einmal bei einem Vortrage hier gesehen haben, daß das Ereignis von Golgatha nicht bloß ein Ereignis für die physische Welt war, sondern hinübergewirkt hat in alle geistigen Welten, wie der Hinabstieg des Christus in die Unterwelt eine wirkliche Tatsache war, so wird hineinwirken das Christus-Ereignis, das in unserem Jahrhundert sich hinstellen wird, auch in die Welt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wenn auch in anderer Gestalt, als es der Mensch hier auf Erden finden wird. Aber eines wird notwendig sein: Jene Fähigkeiten, durch welche man das Christus-Ereignis wird wahrnehmen können zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, die können nicht erworben werden zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, die müssen hier auf dem physischen Plan erworben werden, die müssen mitgebracht werden in das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es gibt eben Fähigkeiten, die erworben werden müssen auf der Erde. Denn wir sind nicht umsonst herausgesetzt auf die physische Erde. Derjenige geht fehl, der glaubt, daß wir umsonst auf die Erde versetzt worden sind. Wir müssen uns da Fähigkeiten erwerben, die wir uns in keiner andern Welt erwerben können. Und die Fähigkeiten zum Verständnis des Christus-Ereignisses, von dem wir gesprochen haben, und der folgenden Ereignisse, die müssen hier auf dieser Erde erworben werden. Und diejenigen Menschen, welche sich hier auf der Erde diese Fähigkeiten jetzt erwerben durch die geisteswissenschaftliche Verkündigung, die werden durch die Pforte des Todes diese Fähigkeiten durchtragen. Nicht etwa bloß durch die Einweihung, sondern durch die verständnisvolle Hinnahme der geisteswissenschaftlichen Verkündigung erwirbt man sich die Fähigkeiten, die Möglichkeit, auch in der geistigen Welt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt das Christus-Ereignis wahrzunehmen. Wer aber taube Ohren hat, der muß warten bis zu einer nächsten Inkarnation, um sich hier die Fähigkeiten zu erwerben, die man sich hier erwerben muß, damit man das Christus-Ereignis dort erleben könne. So also darf niemand irgendwie glauben, daß ihm die Verkündigung des Christus-Ereignisses, das nur aus der ganzen geisteswissenschaftlichen Lehre heraus verstanden werden kann, keine Frucht tragen wird, wenn er dann, wenn es eintreten wird, schon durch die Pforte des Todes gegangen sein wird. Es wird ihm Frucht tragen.

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Cite: GA 118/1910-03-06/p026 · edition original