V. Höhere Welten und Ihr Zusammenhang mit der Unsrigen

GA 118/1910-04-12/p007 ·1910-04-12 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «Notizen aus dem Vortrag». The unit's own header line in the edition served.

Interessant ist es, zu vergleichen, was die exakte Wissenschaft hierzu sagt; es ist ganz ähnlich. Beim Einschlafen merken wir, wie der Kräfteverbrauch während des Tages die Ermüdung des ganzen Organismus zur Folge hat, wie die Glieder allmählich die Bewegung versagen, wie Stimme, Geruch, Geschmack und Gesicht aufhören, zuletzt das Gehör, der geistigste der Sinne, und beim Aufwachen fühlen wir, daß neue Kraft und Frische allen Gliedern und Sinnen gegeben ist. Woher kommen jedoch diese Kräfte, die tagsüber den inneren Menschen dem äußeren widerspiegeln? Wir schöpfen sie nachts in unserer geistigen Heimat, dem Makrokosmos, und bringen sie morgens mit in die physische Welt, in der wir ohne dieses allnächtliche Untertauchen in das innere Weltenleben nicht bestehen könnten. Der Schlaf ist notwendig, weil ohne ihn Störungen des Seelenlebens eintreten würden. Der Schlaf ist es, der uns die geistigen Kräfte spendet.

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