V. Höhere Welten und Ihr Zusammenhang mit der Unsrigen

GA 118/1910-04-12/p010 ·1910-04-12 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «Notizen aus dem Vortrag». The unit's own header line in the edition served.

So werden Erlebnisse umgewebt in Seelenkräfte, die wir allabendlich in die Astralwelt hinübernehmen. Der Schlaf tut nun ein weiteres hinzu und bewirkt die Transformation dieser Kräfte. Es wird den meisten von uns aus eigener Erfahrung bekannt sein, daß ein auswendig gelerntes Gedicht nach dem Schlafe fester haftend auftaucht. Diese Wahrheit ist geradezu zur landläufigen Redensart geworden: Bisogna dormirci sopra. - Aus dem Gesagten geht also hervor, daß wir die tagsüber verarbeiteten Erlebnisse abends in die geistige Heimat hinübertragen und sie von dort, zu geistigen Kräften transformiert, morgens in die physische Welt zurückbringen. Wir verstehen jetzt deutlicher den Zweck und die Notwendigkeit des Wechsellebens auf den beiden Daseinsplänen und die Wichtigkeit des Schlafes, ohne den das Leben hier nicht möglich wäre.

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