V. Höhere Welten und Ihr Zusammenhang mit der Unsrigen
Es gibt jedoch eine Grenze für diese Transformation der Kräfte, und jeden Morgen beim Eintauchen in den Körper tritt sie immer deutlicher vor Augen. Es ist die Grenze, welche unser physischer Leib den von uns erworbenen Fähigkeiten setzt. Manches können wir ja bis in die Leiblichkeit hinein transformieren, aber nicht alles. Nehmen wir zum Beispiel einen Menschen, der zehn Jahre hindurch wirkliche Erkenntnisse der äußeren und der verborgenen Welt in sich aufgenommen hat. Mit dem, was er äußerlich und wissenschaftlich sich angeeignet hat, hat er nur seinen Intellekt und seinen Verstand bereichert, die geheimen Erfahrungen jedoch, die Erkenntnisse, die ihm aus Lust und Leid geworden sind, prägen sich in seiner Leiblichkeit aus und haben Physiognomie und Geste an ihm vetändert.
Cite:
GA 118/1910-04-12/p011 · edition original