V. Höhere Welten und Ihr Zusammenhang mit der Unsrigen
Gestern wurde auf zwei Wege hingedeutet, um zu den geistigen Welten zu gelangen: den mystischen Weg und den der Ekstase. Es wurde zugleich betont, daß die alten Initiationsweisen nicht mehr in unsere Zeit passen und daß die heutige Entwickelungsstufe neue Mittel erheischt, welche dann in der Zukunft wieder andern Mitteln werden weichen müssen. Ungefähr vom 12. bis 14. Jahrhundert an wurde die Rosenkreuzermethode nötig, und sie wird in nächster Zukunft noch mehr Bedeutung gewinnen. Wer im geistigen Leben steht und dessen Steigerung von Inkarnation zu Inkarnation immer höher hinauf verfolgt, weiß, daß die heutige Geisteswissenschaft unseren Verhältnissen angepaßt ist, und daß die Menschen nach Jahrtausenden auf sie wiederum als auf etwas Überholtes zurückschauen werden. Man wird noch mehr mit vollbewußten Kräften rechnen als in unseren Tagen. Der heutige Mensch, wie wir gesehen haben, empfängt die Kräfte während des Schlafes, wenn er in unbewußtem Zustande sich befindet. Nach und nach, im Laufe der Evolution, wird dieser Vorgang immer mehr in sein Bewußtsein und unter seinen Willen treten.
Cite:
GA 118/1910-04-12/p016 · edition original