V. Höhere Welten und Ihr Zusammenhang mit der Unsrigen

GA 118/1910-04-12/p018 ·1910-04-12 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «Notizen aus dem Vortrag». The unit's own header line in the edition served.

Die Rosenkreuzerinitiation vereinigt die beiden Wege und gibt dem Aspiranten das richtige Gleichgewicht, welches ihn vor den oben erwähnten Gefahren schützt und ihm zugleich so viel Selbständigkeit verleiht, daß er der Aufsicht eines Initiators nicht mehr bedarf. Sie führt ihn zuerst in die Innenwelt, deren Zugang sie ihm öffnet durch die Außenwelt hindurch, welche der Schüler in allen ihren Formen treu zu beobachten hat. Überall muß er das Symbolische herausfinden lernen, bis daß er einsieht, daß die ganze physische Welt ein Gleichnis ist, Hiermit sei nicht gesagt, daß der Botaniker, Lyriker oder Maler falsch sehen, auch sie sehen richtig, doch bei dem Rosenkreuzerschüler kommt es darauf an, daß er seine Aufmerksamkeit auf das Symbolische der Form richtet, da sein Zweck tiefer liegt als derjenige der andern Beobachter.

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