V. Höhere Welten und Ihr Zusammenhang mit der Unsrigen

GA 118/1910-04-12/p021 ·1910-04-12 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «Notizen aus dem Vortrag». The unit's own header line in the edition served.

Solche Symbole soll der Rosenkreuzer mit aller Macht auf sich einwirken lassen; überall in der Natur ringsum soll er sie suchen, sie sich bilden und über sie meditieren. Bei dieser Vorstellung kommt es weniger auf das Wahre als auf das Richtige, das symbolisch Richtige an. Besonders bei der Meditation des Rosenkreuzes soll die ganze Empfindung, das ganze Herzblut miteinbezogen werden, es soll uns durchleben und durchglühen vor dem Bilde der Transformation unserer Natur. Bis zu solch einer Stärke hat der Schüler den Eindruck zu steigern und dann stets zu wiederholen, so daß er nicht mehr aus ihm schwindet und abends von seinem Astralleib mit hinübergenommen wird in die geistige Welt. Der Rosenkreuzerschüler fühlt dann, wie die Bewußtlosigkeit, in die er früher während des Schlafes fiel, allmählich schwindet, es ist ihm, wie wenn ein langsames Seelenfeuer sich in ihm entzündete. Wie eine Leuchte trägt er es in sich, welche in das Dunkel der Nacht hineinstrahlt und ihm sichtbar macht, was bisher die Finsternis verhüllte. Er ist schend geworden im Jenseits. Ein lichtspendendes, aktives Auge hat sich in ihm erschlossen im Gegensatz zum physischen, passiven Auge, welches keinen Lichtquell in sich hat, sondern nur mit fremdem Lichte wahrnimmt.

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